Das No way out-Kongress-Buch ist online!

Vor 5 Jahren – vom  7. bis 9. Dezember 2007 - fand der Ums Ganze Kongress: „No way out? Von (Post)operaismus bis Wertkritik“  in Frankfurt statt. Politisch war es die Zeit nach dem G8-Gipfel in Rostock und einem der ersten größeren Aufbrüche für die radikale Linke in Deutschland nach längerer Zeit. Trotzdem schien der Kapitalismus weithin als unhinterfragbare Tatsache und sogar das „Glücksversprechen“ des Neoliberalismus hatte noch ein wenig Glanz. In diesem Kontext wollten wir eine Frage stellen, die politisch nicht gerade auf der Tagesordnung stand: No way out?

Vor 20 Jahren – im August 1992 – kam es zum größten rassistischen Pogrom der deutschen Nachkriegsgeschichte. In Rostock-Lichtenhagen griff ein rassistischer Mob über Tage hinweg die „Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber“ sowie ein Wohnheim für ehemalige VertragsarbeiterInnen aus Vietnam an. Tausende Umstehende klatschten bei Bier und Wurst Beifall, als die Häuser in Brand gesteckt wurden. Die Polizei schaute zu, die Opfer wurden später abgeschoben. Während Medien und Öffentlichkeit gegen “Überfremdung” und “Asylantenflut” hetzten, wurden überall im frisch vereinten Deutschland rassistische Mord- und Brandanschläge verübt. Die Politik nutzte und befriedete die Lage, indem sie 1993 das Asylrecht faktisch abschaffte.

Interview mit der Gruppe Theorie.Organisation.Praxis (TOP) Berlin aus dem umsGanze!-Bündnis über Blockupy und den Hauptfeind im eigenen Land
Konkret 7/2012

KONKRET: Ihr habt zusammen mit einem breiten Bündnis aus Gewerkschaften, Attac, der Interventionistischen Linken, der Linkspartei, Occupy-Gruppen und anderen zu »Blockupy« aufgerufen – heraus kam eine Demo mit 30.000 Leuten in Frankfurt und eine Vorführung effektiver Aufstandsbekämpfung durch die Polizei. Die Presse schrieb über »bunten Protest« gegen die »Macht der Banken« und das »Spardiktat«. War Blockupy ein Erfolg?

Pressemitteilung vom 19.05.

BLOCKUPY FRANKFURT: Am Abschlusstag der viertägigen und im Vorfeld weitgehend verbotenen Blockupy-Proteste haben heute 30.000 Menschen gegen Kapitalismus und autoritäre Krisenpolitik demonstriert. Mehrere tausend Demonstranten schlossen sich dem von umsGanze! mitorganisierten antikapitalistischen Block an, der in der Mitte des Demonstrationszuges lief. Darunter waren auch mehr als 500 Demonstrant*innen aus Italien, Spanien, Frankreich und anderen Ländern.

Barrio Anticapitalista auf dem Blockupy-Camp

Der europäische Kapitalismus soll mit immer brutaleren Maßnahmen saniert werden. Trotzdem greift die Krise weiter um sich, nach Griechenland steht Spanien vor dem Kollaps. Widerstand hatte es bislang schwer, denn die Proteste waren nationalstaatlich gespalten. Mit den europaweiten Krisenprotesten 2012 soll sich das ändern.

Money für die M31-Busse zum Aktionstag nach Frankfurt

Ursache und Wirkung. Zweck-Mittel-Relation. Folgerichtigkeit. Massvolles Handeln. Angemessenheit. Jeder nur ein Kreuz. Intelligentes Design. Smarte Lösungen. Entscheidungsbaum. Handlungskorridor. – Die Vernunft treibt seltsame Blüten. Schluss damit!

Vienna calling
WKR-Ball crashen!
...umsGanze!-Aufruf gegen den WKR-Ball am 27.01.2012 in Wien

Ausgerechnet am Holocaust Memorial Day, dem 27. Januar 2012, findet in der Wiener Hofburg mit dem 59. Ball des reaktionären Wiener Korporationsrings (WKR) einer der zentralen Events der europäischen Rechten statt. Was auf den ersten Blick wie ein gesellschaftliches Stelldichein in Frack, Schärpe und Schmiss erscheint, hat es tatsächlich in sich: mit diesem Ball gelingt, was sonst Seltenheitswert hat, nämlich der gesellschaftliche Schulterschluss zwischen Neonazis, Burschenschaftern, RechtspopulistInnen und Mitgliedern der etablierten Elite.

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