Am 9. November wird in Zukunft der Zivilisiertheit der Deutschen gedacht. Im Jahr 2009 jährt sich am 9.11 der Mauerfall zum 20. Mal. Gedacht werden soll dem bloßen Volkswillen, der Mauern einstürzen ließ, und der den Deutschen einige Tage andauernden Gemeinschaftsgefühl ohne äußeren Feind bescherte. Längst ist die Vereinigung Deutschlands als erste erfolgreiche und friedliche deutsche Revolution in den offiziellen Geschichtsbüchern notiert.

Aus Antifaschistisches Infoblatt 81, 2008/09

Da nicht die Lösung eines faschistischen Problems, Bedingung dieses Antifaschismus ist, wird seine Zweckmäßigkeit lediglich am Maßstab der Popularität verhandelt. Statt die Notwendigkeit des Antifaschismus zu überprüfen, lautet die Frage: Wie weiter?

Nachtrag zum 3. Oktober: Ein Tag der deutschen Einheit
Aus Phase 2.30 – Winter 2008

Bis in die neunziger Jahre hinein hatte die antinationale Linke in Deutschland keine treffende Kritik deutscher Vergangenheit und Gegenwart formuliert. Sie kleisterte den Zusammenhang von Kapitalismus und Faschismus als Machtpolitik von Unternehmercliquen zusammen oder romantisierte ihn als ein einziges dunkles Imperium von Roboter- und Fabriklogiken. Aus dieser Sackgasse führten jene Diskussionen heraus, die heute als »antideutsch« gelabelt werden.

Interview mit der Gruppe Theorie Organisation Praxis (TOP) Berlin über das Verhältnis materialistischer Gesellschafts- und Islamismuskritik.
Extrablatt #4 (Winter 2008/09)

Die Gruppe TOP gründete sich vor rund 2 Jahren als Folgeprojekt der aufgelösten Gruppe »Kritik und Praxis« (KP) aus Berlin. Seitdem arbeitet und veröffentlicht TOP regelmäßig zu den Themen Antifaschismus, Kapitalismuskritik und Antisemitismus. In ihrem Versuch Theorie und Praxis zusammenzubringen beteiligt sich TOP über das »Ums Ganze« Bündnis an verschiedenen Aktionen wie z.B. gegen den G8 Gipfel in Heiligendamm oder wie zu letzt an denen im September stattgefundenen Demonstrationen gegen den »Anti-Islamkongress« von Pro Köln.

Am Wochende vom 19.-21. September 2008 will die rechtspopulistische „Bürgerbewegung pro Köln” einen europaweiten „Anti-Islam-Kongress” in der Kölner Innenstadt veranstalten. Angekündigt werden 1000 Vertreter rechtsextremer und rechtspopulistischer Parteien aus ganz Europa, die sich den Kampf gegen die vermeintliche „Islamisierung und Überfremdung des Abendlandes” auf die Fahne geschrieben haben: der Front National, die FPÖ, der Vlaams Belang, die Lega Nord u.v.a.

Aus Jungle World Nr. 35/08

Vom 19. bis 21. September veranstaltet die rechtsextreme Partei »Pro Köln« einen großen »Anti-Islamisierungskongress« in Köln (Jungle World 30/08). Zum Anlass nimmt sie den Bau einer Moschee in Köln durch die Ditib, den deutschen Ableger des Präsidiums für religiöse Angelegenheiten (Diyanet) des türkischen Staats. Verschiedene Gegenaktionen sind angekündigt. In diesem Zusammenhang kam es zu heftigen Diskussionen unter den verschiedenen linken Gruppen darüber, inwiefern man die Aufrufe zum Protest gegen die Rechtsextremisten mit einer eigenen Kritik am Islamismus verbinden müsse.

Für den Kommunismus
...umsGanze!-Aufruf gegen den Anti-Islamisierungskongress am 19. - 21.09.2008 in Köln
Termininfo
Kritik & Aktionen gegen den Antiislamisierungskongress in Köln
von
19.09.2008 (Ganztägig) bis 21.09.2008 (Ganztägig)
Köln

Vom 19.-20. September wollen „PatriotInnen“ aus ganz Europa, von der österreichischen FPÖ über den französischen Front National bis hin zum belgischen Vlaams Belaang, in Köln einen „Anti-Islamisierungs-Kongress“ veranstalten. Der Kongress wird schon jetzt von Pro Köln, den Hauptveranstaltern, als eine „noch nicht da gewesene Aktion der bundesdeutschen Rechten“ bejubelt. Zugesagt haben demnach auch europaweit bekannte RassistInnen und NationalistInnen wie der Front National-Vorsitzende Jean Marie Le Pen und der Vorsitzende der FPÖ, Strache.

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