Acht Argumente für eine radikale Linke bei Blockupy
Eine Mitteilung der Interventionistischen Linken & des …ums Ganze! ­— Bündnisses

Die Krise ist weder abstrakt, noch ist sie weit weg von uns. Sie zeigt sich nicht nur in der sozialen Katastrophe in Griechenland oder in der Massenarbeitslosigkeit in Spanien. Sie begegnet uns nicht nur in den innereuropäischen Armutsflüchtlingen, die noch in einem 400-Euro-Job in der BRD mehr Perspektive sehen als in ihren Herkunftsländern, in denen vielfach Migrant_innen aus nicht-EU-Ländern schuften und um ihren kargen Lohn betrogen werden.

Fight Capitalism and Racism!
...umsGanze!-Kampagnenaufruf 2013

Krise und Rassismus – das ist der Arbeitsschwerpunkt des umsGanze!-Bündnisses 2013. Zum 20. Jahrestag der Abschaffung des Grundrechts auf Asyl haben wir die Kampagne Fight Racism Now! mit initiiert. Sie ruft für den 25. Mai zu einer bundesweiten Demonstration in Berlin auf, und wird danach den Wahlkampf kritisch begleiten. Wir beteiligen uns wieder an den Krisenprotesten des Blockupy-Bündnisses, das für den 31. Mai/1. Juni ein Aktionswochenende in Frankfurt am Main organisiert. In diesem Rahmen planen wir u.a. ein Veranstaltungsprogramm, einen antikapitalistischen Block auf der Großdemo und einen Besuch des Frankfurter Abschiebeflughafens: Blockupy Deportation Airport! Der dritte umsGanze!-Kongress steigt vom 5.-7. Juli an der TU Berlin.

Nichts hat sich erledigt. Am 1. Februar 2013 findet in der Wiener Hofburg der 1. Wiener Akademiker-Ball statt. Die Zahl und der Name sollten niemanden täuschen: Es handelt sich um die Neuauflage des Balls des Wiener Korporationsrings, auch bekannt als WKR-Ball. Hier treffen sich die Mitglieder deutschsprachiger Burschenschaften mit dem who is who des europäischen rechtspopulistischen und rechtsradikalen Organisationsspektrums zum Socialising und Networking.

Das No way out-Kongress-Buch ist online!

Vor 5 Jahren – vom  7. bis 9. Dezember 2007 - fand der Ums Ganze Kongress: „No way out? Von (Post)operaismus bis Wertkritik“  in Frankfurt statt. Politisch war es die Zeit nach dem G8-Gipfel in Rostock und einem der ersten größeren Aufbrüche für die radikale Linke in Deutschland nach längerer Zeit. Trotzdem schien der Kapitalismus weithin als unhinterfragbare Tatsache und sogar das „Glücksversprechen“ des Neoliberalismus hatte noch ein wenig Glanz. In diesem Kontext wollten wir eine Frage stellen, die politisch nicht gerade auf der Tagesordnung stand: No way out?

Vor 20 Jahren – im August 1992 – kam es zum größten rassistischen Pogrom der deutschen Nachkriegsgeschichte. In Rostock-Lichtenhagen griff ein rassistischer Mob über Tage hinweg die „Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber“ sowie ein Wohnheim für ehemalige VertragsarbeiterInnen aus Vietnam an. Tausende Umstehende klatschten bei Bier und Wurst Beifall, als die Häuser in Brand gesteckt wurden. Die Polizei schaute zu, die Opfer wurden später abgeschoben. Während Medien und Öffentlichkeit gegen “Überfremdung” und “Asylantenflut” hetzten, wurden überall im frisch vereinten Deutschland rassistische Mord- und Brandanschläge verübt. Die Politik nutzte und befriedete die Lage, indem sie 1993 das Asylrecht faktisch abschaffte.

Interview mit der Gruppe Theorie.Organisation.Praxis (TOP) Berlin aus dem umsGanze!-Bündnis über Blockupy und den Hauptfeind im eigenen Land
Konkret 7/2012

KONKRET: Ihr habt zusammen mit einem breiten Bündnis aus Gewerkschaften, Attac, der Interventionistischen Linken, der Linkspartei, Occupy-Gruppen und anderen zu »Blockupy« aufgerufen – heraus kam eine Demo mit 30.000 Leuten in Frankfurt und eine Vorführung effektiver Aufstandsbekämpfung durch die Polizei. Die Presse schrieb über »bunten Protest« gegen die »Macht der Banken« und das »Spardiktat«. War Blockupy ein Erfolg?

Pressemitteilung vom 19.05.

BLOCKUPY FRANKFURT: Am Abschlusstag der viertägigen und im Vorfeld weitgehend verbotenen Blockupy-Proteste haben heute 30.000 Menschen gegen Kapitalismus und autoritäre Krisenpolitik demonstriert. Mehrere tausend Demonstranten schlossen sich dem von umsGanze! mitorganisierten antikapitalistischen Block an, der in der Mitte des Demonstrationszuges lief. Darunter waren auch mehr als 500 Demonstrant*innen aus Italien, Spanien, Frankreich und anderen Ländern.

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