Kurzinfo
Konferenz
von
mit Christoph Menke, André Kistner, Stefan Krauth u.a.
08.05.2015 (Ganztägig) bis 10.05.2015 (Ganztägig)
Berlin

Der junge Marx hat in einer Vielzahl von Texten zu Fragen des Rechts Stellung genommen. Neben heftiger Kritik an konkreten Gesetzen im damaligen Preußen setzt er sich mit prominenten Staats- und Rechtstheorien seiner Zeit – insbesondere derjenigen Hegels – auseinander. Sein Ringen um den richtigen Umgang mit den rechtstheoretischen Fragestellungen ist immer auch eine Suche nach der adäquaten Form von Gesellschaftskritik überhaupt.

Zwischen rechtspolitischer Praxis und Systemkritik
Überarbeiteter Diskussionsbeitrag von TOP B3rlin zum BAKJ-Kongress „Wollen wir recht haben? Zwischen rechtspolitischer Praxis und Systemkritik“ vom 29.10. bis zum 1.11.2009 in Berlin

I. Auch die Beste aller möglichen bürgerlichen Welten, mithin eine Welt, in der Recht, Freiheit und Gleichheit umfassend realisiert sind, ist als Form der Herrschaft und Ausbeutung zu denunzieren. Weder ‘Rechtsstaat’ noch ‘Demokratie’ sind Formen, in und mit denen Emanzipation von gesellschaftlicher Herrschaft zu haben ist. Sie bleiben stets Durchsetzungsformen eines gegen die Menschen verselbständigten kapitalistischen Verwertungszwangs.