Die Care-Seite der Warenproduktion

Feministisch-marxistische Auseinandersetzungen mit Reproduktionsarbeit

«Der Wert der Arbeitskraft, gleich dem Wert jeder anderen Ware, ist bestimmt durch die zur Produktion, also auch Reproduktion, dieses spezifischen Artikels notwendige Arbeitszeit.» In dieser trockenen Definition aus dem «Kapital» bleibt unberücksichtigt, wer unter welchen Bedingungen Reproduktionsarbeit (je nach Perspektive auch als Care- oder Sorgearbeit bezeichnet) leistet. Es ist daher nicht verwunderlich, dass FeministInnen im Anschluss an Marx seit jeher den Zusammenhang von Geschlechterkonstruktionen, Arbeitsteilung, Herrschaft und Ökonomie in den Blick nehmen. Dies gilt für die sogenannte Hausarbeitsdebatte der 1970er Jahre vor dem Hintergrund des Familienernährermodells. Dies gilt aber ebenso für die heutigen Auseinandersetzungen angesichts widersprüchlicher Entwicklungen im neoliberalen Kapitalismus zwischen Kommodifizierung und Refamiliarisierung.

Die Referentinnen führen in ausgewählte Analysen und Debatten des marxistischen Feminismus ein und diskutieren aktuelle politische Strategien gegen die Krise sozialer Reproduktion.

Informationen
Vortrag
von
mit Alexandra Wischnewski und Jette Hausotter

Datum & Uhrzeit

14.07.2015 - 19:00

Ort

Franz-Mehring-Platz 1
Berlin