Die Retterin des Euro

Rolle und Macht der Europäischen Zentralbank
aus der Reihe "Die Krise hat Europa gestärkt"

Die Euro-Krise scheint überstanden. Mehr noch: «Die Krise hat Europa gestärkt», so Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) im April 2013. An den Finanzmärkten ist Ruhe eingekehrt. Die Haushaltsdefizite der Staaten sind drastisch gesunken, die Wirtschaft wächst. Alles wieder normal? Nicht ganz. Denn erstens ist die Lage in vielen Staaten noch katastrophal: Arbeitslosigkeit und Schuldenstände liegen rekordhoch. Zweitens hat sich Europa durch die Krise stark verändert. Die EU kontrolliert nun die Staatsverschuldung und die Wirtschaftspolitik der Mitgliedsstaaten. Daneben existiert ein Sicherheitsnetz für hochverschuldete Staaten in Form des Eurorettungsschirms ESM und den Garantien der Europäischen Zentralbank. Insgesamt lässt sich feststellen: Die Euro-Staaten haben an Souveränität eingebüßt und Machtbefugnisse an die Zentrale in Brüssel abgegeben. Ist dieses Arrangement haltbar? Kann es künftige Krisen verhindern?

Die Europäische Zentralbank (EZB) gilt als Retterin des Euro. Sie beendete Mitte 2012 im Alleingang dieEuro-Krise und sorgte für Ruhe an den Finanzmärkten. Gleichzeitig wird die EZB heftig kritisiert, vor allemin Deutschland. Gegen ihre Politik wurde sogar vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt. Für dieBlockupy-Bewegung wiederum ist die EZB das Symbol einer europäischen Unterdrückungs- und Verarmungspolitik.Was tut die Zentralbank eigentlich, wenn sie «Geldpolitik» betreibt? Was ist ihre Aufgabe,woher kommt ihre Macht? Und wie unterscheidet sie sich von anderen Zentralbanken?

Informationen
Vortrag
von

Datum & Uhrzeit

28.01.2014 - 19:00

Ort

Franz-Mehring-Platz 1
Berlin