Wer von der CDU, der SPD und den Grünen nicht reden will,

soll von der AfD schweigen
AfD-Aufmarsch am 7.11. blockieren

Die AFD war als Kind schon scheiße. Nach der pubertären Spaltung im Sommer sind von der vermeintlich seriösen Art, gesellschaftliche Konflikte in nationale umzudeuten, nur offene Aufrufe zu reaktionären Taten geblieben. Pegida schafft es mit Hilfe der AFD, die sächsischen Landesgrenzen zu überschreiten und große rassistische Demos in Halle, Erfurt und Cottbus zu organisieren, aus denen heraus Nazihools Gegendemonstranten angreifen. Das sieht sogar Vizekanzler Gabriel, wenn er vor der AFD als „offen rechtsradikal“ warnt und damit meint, dass sich die besorgten Wähler lieber seiner Partei als die der wahren Patrioten anschließen sollten. Gabriels Angebot an die besorgten AFDler:  Sozialchauvinismus, also Ausspielen der Armen gegen die Flüchtlinge.
Während Merkel freundlich auf die Flüchtlinge blickt, gibt ihr Innenminister die Marschrichtung vor: „Sie (gemeint sind die undankbaren Flüchtlinge) streiken, weil ihnen die Unterkunft nicht gefällt, sie machen Ärger, weil ihnen das Essen nicht gefällt, sie prügeln in Asylbewerbereinrichtungen.“ De Maizières O-Ton ist von den Hasstiraden der kleinen deutschen Rassisten auf Facebook und den sächsischen Straßen nicht zu unterscheiden. In diesem Geiste folgen Taten in Form von Internierungsgesetzen am Fließband: Nach zwei Asylrechtsverschärfungen in vier Monaten können alle Geflüchteten in Abschiebehaft genommen werden. Sechs Monate Lager ist jetzt obligatorisch. Der Ausbau des Lagersystems reicht von Speziallagern für Roma über Transitzonen an den deutschen bis zu Hotspots an den EU-Außengrenzen. Es ist kein Ende der rassistischen Ausgrenzungs- und Abschottungspolitik abzusehen, wenn selbst ein grüner Bürgermeister vom Schutz der EU-Grenzen mit Waffengewalt spricht und in seiner Partei keinen Gegenwind spürt.
Nach der chauvinistischen Medienkampagne im Frühsommer, in der die Krise des Kapitalismus in eine Schuldenkrise der faulen Griechen umgedeutet wurde und das neoliberale Europa einen autoritären Sieg einfuhr, läuft der öffentliche Diskurs rassistisch heiß und erzeugt absurde Kausalzusammenhänge. Die Krise ist jetzt Flüchtlingskrise und die Fluchtursachen sind Fehlanreize wie ein paar € Taschengeld oder ausreichend Dixiklos in Erstaufnahmelagern.
Es sitzen jetzt Nazi-AFDler wie Höcke beim offenbar politisch motiviert handelnden Jauch und präsentieren Ihren Hass auf Menschen seriös auf Sendeplatz 1, während nach einem Jahr Pegida in Sachsen eine rassistische Bewegung marschiert. Organisierte Nazis mobilisieren 10.000 Mitläufer zu Aufmärschen in Dresden, Plauen und Chemnitz. Hunderte können innerhalb von Stunden als Nazimob vor Flüchtlingsheimen auftauchen. Freital und Heidenau waren nur der Anfang. Die Bedrohung von Flüchtlingen in sächsischen Lagern, gilt als ziviler Ungehorsam. Notunterkünfte werden tagelang blockiert oder angegriffen. Die Zahl der Brandanschläge und Angriffe auf Geflüchtete explodiert bundesweit.

Nehmt der Elite den Mob!

Das Zusammenspiel von reaktionärer Krisenpolitik der etablierten Parteien und dem rassistischen Wahn von Pegida und AFD muss beendet werden. Organisiert euch dagegen, denn es wird ein längerer Kampf. Die AFD glaubt heute auch in Berlin die Straße übernehmen zu können. ¡No pasarán!

7.11. 11 Uhr U-Bhf. Kochstraße