Während der antike Kyniker keine Götter duldet, über Dogmatismus und Besitzstreben spottet und gerade daraus eine ganz diesseitige Ethik ableiteten, sieht die postmoderne Zynikerin keine Hoffnung angesichts des Trümmerhaufens der Geschichte, an deren Fuße sie steht: Rette sich ins Private, wer kann. Zynismus muss man sich leisten können.

Ob neokoloniale Ausbeutungsverhältnisse, Waffenlieferungen oder Verelendungspolitik: viele Fluchtursachen sind hier zu suchen, wie umgekehrt der angehäufte Reichtum und seine Grundlagen auf diesen basieren: „We are here because you destroy our countries“. Dagegen hilft keine großzügige Spenden, schöne Worte noch irgendwelche anderen humanistische Reflexe.

Auch wenn in Deutschland auf den ersten Blick noch vieles rund zu laufen scheint: Auch hier verhärtet sich die Klassengesellschaft. Man mag es kaum glauben: Die soziale Ungleichheit ist gegenwärtig so groß wie in keinem anderen Land Europas.

Die andauernde Austeritäts- und Abschottungspolitik der Europäischen Union zerstört die Menschen in Europa und an seinen Grenzen. Mit der Integration des europäischen Wirtschaftsraums ist ein mächtiger ,,global-player“ entstanden, der den europäischen Nationalstaaten als effektives Instrument in der globalen Konkurrenz dient. Der Kapitalismus löst das Elend, das er verursacht, nicht, sondern reproduziert es immer wieder aufs Neue. Er gehört abgeschafft.

Mobi-Veranstaltungstour zu den EZB-Protesten mit TOP B3RLIN

UPDATE: NOCH MEHR DATES!

Podiumsdiskussion zur EZB-Eröffnung
Termininfo
Podiumsdiskussion
von
mit Michael Heinrich, Werner Bonefeld, Bernd Röttger und Stefanie Hürtgen
11.03.2015 - 19:00
Berlin

Am 18. März soll der Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB) mit einer erweiterten Ratssitzung feierlich eröffnet werden. Tausende Aktivistinnen und Aktivisten aus ganz Europa werden dies zum Anlass nehmen, ein unmissverständliches Signal des Widerspruchs gegen die herrschenden Austeritätspolitiken und Zurichtungen des Kapitalismus zu setzen.

Seiten