Aus '... ums Ganze! - smash capitalism. fight the g8 summit'

Der Begriff der "Bewegung der Bewegungen" begleitet bereits seit längerem die Debatten um Globalisierung, soziale Kämpfe und den Aufbau politischer Netzwerke. Mehr als nur eine reine Zustandsbeschreibung, wird dabei nicht seIten der Quantität der Stimmen, der "Differenz" und politischen Heterogenität bereits eine emanzipative Qualität zugeschrieben. Scheinbar unabhängig davon, in welche Richtung sich die einzelnen Bewegungen 'bewegen'.

Neonazis und ihre Wirtschaftsmodelle
Aus '... ums Ganze! - smash capitalism. fight the g8 summit'

Wie unlängst bekannt wurde, planen die hessische NPD und freie Kameradschaften der Region einen Monat nach dem G8-Gipfel in Heiligendamm eine Großdemonstration in Frankfurt am Main. Warum Frankfurt? Die Begründung der NPD spricht Bände und ist geradezu exemplarisch für das neonazistische Kapitalismusverständnis.

Die Berliner Phase 2-Redaktion fragte beim »... ums Ganze!«-Bündnis nach. Jan (T.O.P.-B3rlin), Alexandra (redical M, Göttingen) und Mandy (autonome antifa [f], Frankfurt/M.) standen Rede und Antwort.

Während Antifas und Antideutsche in den 1990ern noch unter dem Motto "Nie wieder Deutschland" gegen die postfaschistische Gesellschaft als solche demonstrierten, nehmen inzwischen an den Vorbereitungen zum G8-Gipfel sehr viele Antifas teil. Sucht die Antifa nach neuen Betätigungsfeldern, seit unter Schröder Antifaschismus zur staatstragenden Ideologie geworden ist und demonstriert ihr deshalb jetzt zusammen mit dem postfaschistischen  mainstream  gegen den Kapitalismus? Ist dieser inhaltliche Schwenk auch eine Reaktion auf den Stillstand in der Antifaszene oder entspringt er der politischen Notwendigkeit der Zeit?

zur Revolution?
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Der G8-Gipfel als wirtschaftspolitisches Event bietet sich an, die Ungerechtigkeiten dieser Welt zu thematisieren. Die Tatsache, dass die von weiten Teilen der Gesellschaft verstandene "neoliberale Globalisierung" nicht allen Wohlstand und Glück bringt, sondern jede Menge Verlierer und Elend produziert, gehört seit einiger Zeit zum Common Sense weiter Kreise der Gesellschaft.

Recht und Demokratie im Kapitalismus

Eine der meist gehörten Parolen im Vorfeld des diesjährigen G8-Gipfels ist die, dass das Treffen der Gruppe der sieben mächtigsten Industriestaaten plus Russland „illegitim“, also von niemand demokratisch legitimiert sei. Von attac über Linkspartei und DFG-VK bis zur Interventionistischen Linken sind sich die zum Protest rufenden Organisationen und Bündnisse einig, dass das was in Heiligendamm passiert mit Demokratie nicht viel zu tun hat.

smash capitalism. fight the G8 summit.

... als Motto einer Kampagne, als Name eines Zusammenschlusses oder sogar als Label innerhalb der Mobilisierung gegen den G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm, McPomm, D-Land, mag einigen großkotzig und infam erscheinen, manchen anderen vielleicht als unverbesserlich und utopisch. Sowohl den einen wie den anderen können wir verkünden: Ihr habt vollkommen recht.

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